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Schweiz
Sonntag
04 Februar 2012
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Kommt jetzt die Zeit der Probleme von Anleihen und Festverzinslichen Papieren und der grosse Schwung im produktiven Kapital?

In deutschsprachigen Ländern steckt die ganz grosse Masse der Kundengelder in Staatsanleihen, z.B. auch in Schuldpapieren der Eurozone. Was früher für als Garant einer etwas höheren Rendite galt oder im Sinne eine besseren Streuung gesorgt hatte - die Anlage in eine Streuung von Euroschuldnerländern - könnte nun zu Verlusten führen. Entgangener Gewinn oder sogar Verluste können wie schon in Fällen von Ausfällen eines Schuldners wie Lehman Brothers auch im Ausfall Griechenlands dazu führen, dass es zu einem Verlust eines Teils des Anleihedepots kommt. Will der Anleger danach die Fortsetzung seines ausschliesslich in Anleihepapieren hoher Bonität bestehenden Depots, kann er Jahre warten, bis sich Depotstände wieder erholen.

Auch Anleger, die auf eigene Renten-Indexfonds oder durch Bankberatung in Rentenfonds engagiert sind, die jeweils das komplette Angebot abbilden, stehen da nicht viel besser da. Wer sich beispielsweise in db x-trackers engagiert hatte, ein Produkt einer grossen deutschen Bank, das sich am Iboxx-Index für Euro Staatsanleihen orientiert, hält nach meinen Informationen auch knapp 4,8 Prozent griechische Papiere. Bei Produkten schweizer Banken oder bei Lyxor Indexprodukten sieht es ähnlich aus.

Mit Spanien und Portugal gibt in der Folge weitere Länder, die von Ausfallszenarien bedroht wären. Je nach Rentenfonds sind Engagements sind diese Länder mit zusätzlichen 0 bis 10% des Gesamtdepotwertes enthalten. Dazu kommen allenfalls noch Zinspapiere aus Island.

Und wie stehen nun die Werte griechischer Aktien? Leider gibt es hier im Moment wenig Ausweichmöglichkeiten auf produktives Kapital. Griechenland ist ein Land, in dem jeder vierte Beschäftigte beim Staat arbeitet - und die Bürokatie verhindert so manche Innovation und unternehmerische Initiative. Das zeigte sich in den letzten Jahren in Form schwacher Renditen auch am griechischen Aktienmarkt. Das heisst aber nicht, dass es keine intelligenten Griechen gibt, die gute Geschäfte machen können. Wer in Athen direkt an der Börse investiert war oder zukünftig sein will, wird aber bis auf weiteres aber nur umständlich und mit vergleichsweise hohen Kosten vorankommen.

In Frankfurt mehren sich nämlich die Hinweise darauf, dass die Griechenland-Aktien sehr bald aus den Kurslisten fallen, sobald wenn der Griechische Staat eine Kapitalertragsteuer auf Kursgewinne und Dividenden einführt, die mit zum Abbau des gewaltigen Staatsdefizits beitragen muss. Und die Griechen werden ab Juli von allen ausländischen Besitzern griechischer Aktien (maßgeblich ist die griechische Wertpapierkennnummer) Wohnsitzzertifikate einfordern. Und von den Sammelstellen wie z.B. in Frankfurt, die diese Aktien verwahren, die Einrichtung spezieller Konten verlangen. Die deutsche Wertpapierbank Baader Bank teilt jedenfalls schon heute ihren Großkunden mit, „ab 1. Juli 2010 wäre kein direkter Handel mit griechischen Wertpapieren von Deutschland aus möglich".

Und jetzt kommts - viele verbliebene stolze Besitzer griechischer Papiere werden sich überlegen, bis dahin einen günstigen Austiegszeitpunkt zu suchen. Danach werden sie höhere Spesen für den Handel ihrer Engagements einplanen müssen.

Gute Nachricht: Damit bieten sich uns und unseren Kunden in Bälde auchin Griechenland wieder grosse Chancen „wenn die Kanonen donnern". Einmal mehr lohnt es sich, sich mit Spezialfonds auseinander zu setzen, die man eben nur über unabhängige Vermögensverwalter zeichnen kann und sollte. Für Fonds aus Schwellen- U-Turn und Frontiermärkten bietet die Plattform des Brokerage Pool Kontakte zu erfolgreichen Fonds, die mit lokaler Expertise, der Hilfe von Streuung und dem Prinzip kollektiver Anlagen schwierig erreichbare Märkte als Nische anbieten kann. Diese Anlageformen können das Risiko/Rendite Profil von Standartportfolios deutlich verbessern.

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